Rotbuche

(Fagus sylvatica)

Infos über die Rotbuche

Eigentlich wird die Rotbuche meistens nur ‚Buche‘ genannt. Das der Baum aber den Namen ‚Rot‘ trägt hängt mit dem Holz zusammen, welches manchmal eine rötliche Färbung aufweist. Hingegen sind die Buchen mit weinroten Blättern eine Variante der Rotbuche und werden Blutbuchen genannt.

Mit einem Anteil von 15% ist die Rotbuche der häufigste Laubbaum in deutschen Wäldern und sogar eine der häufigsten Baumarten in ganz Mitteleuropa. Ihr breites Spektrum an Lebensräumen und Böden wird nur durch ein Minimum von 650mm Niederschlag pro Jahr gedeckelt. Auch sollte es nicht zu viele Spätfröste geben, weshalb die Buche eher im atlantisch geprägten Europa vorkommt.
Dort wo sie wächst, ist sie allerdings in der Lage sehr dominant zu werden. Ihre hohe Schattentoleranz und gleichzeitig der intensive Schattenwurf der Rotbuche führt zu einem Verdrängen anderer Gehölze. Einige Buchenbäumchen können zum teil 50 Jahre im Schatten einer großen Rotbuche stehen und nicht viel größer sein als 2m. Sobald aber dieser Baum umstürzt und genügend Licht auf den Boden lässt, legen diese kleinen Rotbuchen ein enormes Wachstum an den Tag. Die Rotbuche wird im Vergleich zur Eiche nicht ganz so alt, kann aber mit bis zu 300 Jahren schon ein sehr stattlicher Baum werden mit Höhen bis zu 45m!

Unter guten Bedingungen können Buchen ab 30 bis 50 Jahren das erste mal Blühen. Dabei sind männliche und weibliche Blüten an einem Baum (Einhäusig). Aus ihnen entwickeln sich im Herbst die nussigen Bucheckern. Dabei gibt es sogenannte Mastjahre. Das Heißt Jahre in denen besonders viel Bucheckern gebildet werden. Erstaunlich dabei ist, das sich alle Buchen über hunderte von Kilometern hinweg synchronisieren. Diese Methode nutzen die Bäume um die Fressfeinde ihrer Samen aus zu tricksen. Würden jedes Jahr immer gleich viele Bucheckern gebildet, könnten sich die Populationen von Mäusen, Eichhörnchen, und co. daran anpassen und immer alle Samen auffressen. Schwankt die Anzahl der jährlichen Bucheckern jedoch, gibt es Jahre in denen so viele auf den Boden fallen, das gar nicht alle gefressen werden können.

Die Rotbuche bei Ecogon

Als Hauptbaumart in unseren Wäldern darf die Rotbuche natürlich nicht im Naturspiel Ecogon fehlen. Ihre Nüsse ernähren Säuger und Vögel, und von ihren Blättern fressen zahlreiche Tiere. So zum Beispiel: ca. 170 bis 180 Wirbellose wie Milben und Käfer. Vom Holz einer toten, alten Rotbuche können sich sogar bis zu 323 Käferarten ernähren. Dabei sind aber längst nicht so viele Arten direkt von der Rotbuche abhängig. Wegen ihrer glatte und dünne Rinde, nutzen Spechtarten die Rotbuche gerne als Nistbaum, indem sie ihre Höhlen in den Stamm hämmern.

Info

Größe:bis zu 45m
Blüt:April – Mai
Typ:Baum

Taxonomie

Familie:
Buchengewächse (Fagaceae)
Ordnung:Buchenartige (Fagales)
Klasse:Bedecktsamer (Magnoliopsida)